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  2. Family Literacy

Lernen in der Familie

Ein Drittel der Eltern in Deutschland lesen ihren Kindern selten oder nie vor.

Oftmals mangelt es an Zeit und Bereitschaft zum Vorlesen. Dabei kann regelmäßiges Vorlesen im Vorschulalter dazu beitragen, dass Kindern das Lesen und Schreiben in der Schule leichter fällt. Häufig sind Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, in Familien aufgewachsen, in denen Sprache und Schrift einen geringen Stellenwert hatten.

Es beispielsweise kaum Bücher, Zeitschriften oder Zeitungen in diesen Haushalten gab. Häufig wiederholt sich das bei den eigenen Kindern. Das erste Kind ist für viele Menschen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, oftmals ein Anlass, ihre Kompetenzen beim Lesen und Schreiben zu verbessern.

(Quelle: Vorlesestudie 2020 I Stiftung Lesen)

Material für den Unterricht zum Thema Family Literacy

Der ganzheitlich konzipierte Ansatz nimmt die Erwachsenen als verantwortliche Gestalter wahr und betrachtet Lernorte von Kindern, in denen entscheidende Weichen für den (späteren) Umgang mit Schriftsprache sowie für mathematische und soziale Grundkompetenzen gestellt werden. 


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Die VHS Oldenburg entwickelt im Rahmen des Regionalen Grundbildungszentrums (RGZ) seit 2012 Family Literacy-Konzepte und setzt diese in Stadtteiltreffs, Integrationskursen, Kitas und Mutter-Kind-Einrichtungen zum Beispiel den Kurs „Lernen in der Familie“, Infoveranstaltungen, Gesprächsrunden und das beliebte Bilderbuchprojekt „Ein Bilderbuch für das eigene Kind basteln“. Die im Projekt entwickelte Broschüre „Fit für die Schrift“ in leichter Sprache wird bei diesen Gelegenheiten an Eltern verteilt sowie in Kinderarztpraxen, Frühfördereinrichtungen und Stadtteilbibliotheken ausgelegt. Für Multiplikatoren wie Erzieherinnen, Familienhelferinnen, Sozial- und Heilpädagogen gibt es Workshops und Infoveranstaltungen zum Thema Family Literacy.

Alphabetisierung und Grundbildung an der VHS Oldenburg I ABC-Projekt I www.abc-projekt.de 

Hier finden Sie Tipps zur Ernährung von jung bis alt in Einfacher Sprache.

Themen sind u. a.:

  • Wenn Kinder kein Gemüse essen
  • Essen im Alter
  • Essen in der Schule und Kita
  • Essen für Kleinkinder
  • Das erste Lebensjahr
  • Stillzeit
  • Schwangerschaft

Bundeszentrum für Ernährung I www.bzfe.de 

Sprachlernprozesse bleiben, wenn sie in einem familiären Kontext eingebunden sind, nicht auf das Kind begrenzt, sondern wirken auf die Eltern und die Familie insgesamt. Doch mit welchen Angeboten lassen sich gering literalisierte Eltern ansprechen und motivieren, Lese- und Schreibaktivitäten in den familiären Alltag zu integrieren?
Die vorliegenden Broschüren nehmen ihren Ausgangspunkt im Family Literacy Ansatz und der Idee, die Eltern aktiv und niedrigschwellig mit in die Sprachförderung und -bildung ihrer Kinder einzubeziehen und dadurch auch die elterliche Literalität zu fördern. Am Anfang steht die Mündlichkeit, so dass auch Eltern, die große Probleme beim Lesen und Schreiben haben, gut mitmachen können. Je nach Ausgestaltung der Übungen (Binnendifferenzierung) sind die Materialien dann für alle Alpha-Level geeignet.
Zielgruppen der Broschüren sind pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtliche an familienpädagogisch ausgerichteten Einrichtungen, die die Elternmitarbeit und / oder die Bildungsarbeit mit Familien stärken möchten.

  • Handreichung zur erweiterten Sprachförderung („Materialkiste“), Download (PDF)
  • Family Literacy in der Grundbildung – Teil 1: Mit Eltern im Gespräch. Informationen und Materialien für die Praxis, Download (PDF)
  • Family Literacy in der Grundbildung – Teil 2: Erzählen mit Bildern. Informationen und Materialien für die Praxis, Download (PDF)
Projekt Knotenpunkte für Grundbildung I www.grundbildung.trier.de/knotenpunkte/